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Dienstag (15.) Nachmittag

Nach dem Strandaufenthalt also wieder zurück in die MLS. Malcolm nimmt heute mit uns durch wie man gut Verhandlungen führt. Gegen Ende sollen wir üben eine Verhandlung zu führen und ein Produkt zu verkaufen. Ich übe mit Sara was relativ schlecht läuft weil sie recht willig auf alles eingeht was ich vorschlage und ich zwar ein gute geschäft mache, das ja aber nicht so ganz Sinn der Übung war.Liaz ist an diesem Tag besonders laut, wie ich finde, und ich bin froh als endlich Schluss ist für heute. Da ich noch Sachen für mein morgiges Lunch im Asda kaufen will verabschiede ich mich zunächst von Sara, ändere aber meine Pläne dann doch kurzfristig, weil die Sonne so schön scheint und beschließe noch ein Weilchen den Strand zu besuchen.

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Ein kurzes Stück die Strandpromenade entlang entdecke ich einen schönen Aufgang die kleinen Klippen hinauf, die den Strand säumen.

 
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Ich steige also die Klippen hinauf un finde einen schönen Weg der sowohl etwas von dem böigen Wind schützt, als auch einen tollen Blick auf die Küste bietet:

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Oben angekommen befindet sich eine Art kleiner Park, dem ich weiter folge.

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bis ich zu einem weiteren Klippenaufgang komme, diesmal mit Stufen, so dass ich wieder zum Strand hinuntersteigen kann - wie man sieht hab ich auf halben Weg mal wieder ein kleines Päuschen eingelegt

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Diesmal nehme ich für den Rückweg nicht die gepflasterte Promenade sondern gönnen meinen Füßen den Luxus direkt im Sand zu laufen:

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Zurück durch die Lower Gardens zum Sqare und schnell in den 3er Bus nach Hause gehüpft. Auf dem Weg steige ich wieder in Castlepoint aus um mich Lunchtechnisch für die kommenden Tage auszurüsten, jetzt kenn ich ja den Weg *gg*
Ich kaufe für morgen einen Salat mit Honig-Senf-Dressing, ein Brot, eine Art Knofi-Dip und Ham zum belegen. An der Kasse versuche ich mich mal wieder an einer dieser schrecklichen Selfservice Kassen, wo man sein Zeugs selbst einscannt und abrechnet. Un wer hätte es anders erwartet geht die Sache glorreich schief, weil ich die Tüte nicht genug öffne, woraufhin die Sachen wieder herausfallen. Während die Maschine mit nörgelnder Stimme ständig wiederholt, ich solle doch bitte meine Lebensmittel weiter einscannen, bin ich schon so nervös dass ich das Näpfchen mit dem Dressing runterwerfe, woruafhin es auf dem Boden zerplatscht. Sofort stehen mir zwei Asda-Mitarbeiterinnen zur Seite, von denen die eine mich sofort beruhigt, dass das ja nicht so schlimm sei und die andere gleich lospest um mir ein neues Dressing zu holen. Ich stammele recht lahm eine Entschuldigung, von der Liebenswürdigkeit der Damen schon fast zu Tränen gerührt während meine Sauerei schnell weggeputzt und mir ein neues Dressing gebracht wird. Das ist mal ein toller Kundenservice, bei uns in Berlin hätte ich allenfalls einen wütenden Blick von der Angestellten bekommen!!!

Zuhause stelle ich meine Sachen zunächst in den Kühlschrank und esse dann Dinner mit Marisa und Francesca - Andrew ist noch arbeiten. Heute abend gibt es Fishcakes mit Gemüse (Stir-Fry) und superleckeren kleinen Kartoffeln, von denen ich mir gleich eine Extraportion nehme. Marisa sagt, das wären ganz besondere Kartoffeln, die es nur im Sommer hier gibt, irgendwas mit -shire am Ende, hab den richtigen Namen leider vergessen. Gegen Ende des Essens trifft auch Andrew ein und informiert uns üver den neuesten Klatsch in der Nachbarschaft. Beispielsweise heiratet eine Kundin von ihnen demnächst und sie hat relativ eigenwillige Vorstellungen, wie ihre Hochzeit vonstatten gehen soll - Open Air, burgunderrotes Hochzeitskleid, die Brautjungfern in allen Farben des Reegenbogens. Sie hatte wohl die Idee dass statt einer Band alle Hochzeitsgäste eine Jamsessision auf Trommeln anhaltgen sollten, aber zumindest diese Idee wurde wohl (glücklicherweise?) nicht weiter verfolgt - Hahahaha!

Nachdem ich noch ein wenig mit den beiden geplaudert habe gehe ich unter die Dusche um mir den Sand abzuwaschen und meinen Sonnenbrand zu begutachten. Die Stärke der Sonne, trotz hin und wieder Wolken, habe ich vollkommen unzterschätzt und mich am Tage nicht eingecremt. Nun hab ich die Bescherung, den mein Dekolletee ist komplett verbrutzelt, sowie ein bisschen der rechte Arm, meine Nase und ein wenig beide Beine. Ich hatte mir im Asda außer den Lebensmitteln auch noch eine Bodylotion gekauft und Marisa gibt mir eine Aloe-Creme aus ihrem Kühlschrank - clever Idee - so dass ich meine geschundene Haut versorgen kann.

Ich finde hier sieht man die Bescherung auf meiner Brust recht gut finde ich. Und wie ihr seht passen natürlich auch meine Handtücher zum Interieur meines Zimmers:

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Und dann ists auch schon bald Zeit zum schlafengehen, denn ich bin todmüde von dem Tag.
Hier noch ein kleines Bild was ich am Abend aus dem Fenster meines Zimmers geschossen habe:

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19.6.10 23:54


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Intermezzo: La Famiglia

 Ich hab es heute endlich mal geschafft ein Foto von meiner Gastfamilie zu machen. Marisas Schwester Anita ist mit ihren Enkelkindern aus Italien zu Besuch und Nanny war auch da, deshalb habe ich die Gunst der Stunde genutzt und ein Gruppenfoto geschossen. Das bei dem Andrew mit drauf ist ist leider etwas unscharf geworden. Den muss ich demnächst halt nochmal irgendwo mit drauf kriegen:


 

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Von Links nach Rechts:

Nanny - Andrews Mom

Francesca  - Marisas und Adrews Tocher

 - Anitas Enkeltocher

Marisa - meine Gastmutter

Anita - Marisas Schwester

Sophia - Anitas Enkeltochter

Andrew - mein Gastvater

 

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 Nochmal zur Erinnerung und weil ich mit dem bloggen nicht so schnell hinterher komme. Die Fotos

werden täglich upgedatet

Englandfotos

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19.6.10 23:11


Dienstag 15. Juni

Beim Frühstück leisten mir Marisa und Andrew Gesellschaft und beschwichtigen mich, dass mein Businesskurs schon nicht so schlimm werden wird wie ich fürchte. Tam fährt wieder mit mir in die Innenstgadt zur MLS, wieder schweigend- god bless him, würde Marisa jetzt sagen.  Auch der Business-Skills Kurs findet im K-Building statt. ch hab nur ein Bild von etwas weiter weg, aber das Gebäude auf dem steht "offices to let" ist es.



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Auf dem Weg zur Schule treffe ich Sara und wir gehen gemeinsam in den ersten Stock, wo wir unsere neue Lehrerin Gemma kennenlernen. Gemma kommt aus Wales, ist gelernte Anwälte, sehr witzig und schlau und superhübsch. Bei so einem Komplettpaket kann man schon mal ein bissl Komplexe kriegen. Ich hab es heute geschafft im Unterricht heimlich ein Bild von ihr zu schießen.

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Wir haben Kredtite durchgenommen und so ziemlich alles was damit zusammenhängt und haben dann ein Kundengespräch simuliert, bei dem am Ende bewertet werden sollte, ob eine Person kredtiwürdig ist oder nicht, bzw welche Art von Kredit oder anderen Bankservice sie erhalten darf.
Die Zusammensetzung der Gruppe ist sehr ähnlich wie beim Nachmittagskurs, mit kleinen Unterschieden, wie zum Beispiel einem koreanischen Studenten (Cheoyung) und zwei jungen Männern ich glaub aus der Türkei, die an diesem Morgen jedoch nicht erschienen.

Nach dem Kurs führt Saras und mein erster Weg zunächst ins Waterstones, wo sich jede von uns ein Buch für den Strand kauft. Dann durch die Lower Gardens:

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zum Strand, wo wir versuchen einen möglichst windgeschützten Platz zu finden, da der Wind doch recht stark weht und den Sand teilweise recht fie gegen einen pfeffert.

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Nach mehrfachem Umziehen finden wir ein gemütlichen Plätzchen in der Nähe der Baywatch, wo man beobachten kann wie die Rettungsschwimmer einer Gruppe Kindergartenkindern ganz offensichtlich die Strandregeln beizubringen:

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Nach drei Stunden am Strand ist es Zeit zum Ernst des Lebens zurückzukehren und wir machen uns auf den Weg zurück in die MLS:

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Die Kugel ist übrigens das Bournemouth Eye, ein Heißluftballon
, der unter der Woche am Boden ist aber den ich heute (Freitag) das erste Mal habe fliegen sehen.

http://www.bournemouthballoon.com/

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18.6.10 21:21


Montag (14.) Nachmittag

Kleine Nebenbemerkung: Tam ist heute weder zum Frühstück noch an der Bushaltestelle erschienen (und ich war heute echt schon spät dran). Ich hoffe der arme Kerl versteckt sich jetzt nicht vor mir wegen der blöden Klogeschichte.

 

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Montag: 13.40h. Auf zum Businessgebäude der MLS, bei dem die Rezeptionistin und erst in die falsche Richtung schickt, wir dann letztendlich aber doch im richtigen Seminarraum landen. Unser Lehrer ist Malcolm (Barnes), ein wirklich ganz entzückender Brite. Er erinnert mich schrecklich an Tim Gunn, für diejenigen von Euch die Project Runway kennen, hauptsächlich von seiner Art aber auch von ein bisschen von seinem Aussehne und seiner Art sich zu kleiden. Unglaublich sympatisch, sehr kompetent und angenehm. Halt so der richtige Mentor Typ (Ich muss am Montag unbedingt versuchen unauffällig einen Schappschuss von Malcolm zu machen, heute habe ichs geschafft Gemma unauffällig zu erwischen). Der Kurs ist sehr lebhaft, nicht zuletzt weil viel mediterranes und lateinamerikanisches Temperament herrscht. Wie haben Liaz, Marianna und Alex aus Brasilien, einen Türken dessen Namen ich immer vergesse, Pedro (oder auch PDM genannt) aus Spanien, Meris (weiß nicht ob man ihn so schreibt) aus Riga und Zachary aus Syrien - Zack ist rothaarig und Moslem, das würd man auch nicht glauben. Alle Teilnehmer sind sehr aufgeschlossen und lebhaft was den Unterricht grundsätzlich sehr unterhaltsam macht, v.a. weil die Brasilianer, allen voran Liaz (übrigens weiblich, der Name verräts ja nicht unbedingt) sehr gerne und viel über alles mögliche reden. ja, das ist so der Kurs und dann natürlich Sara aus Italien und ich.

 Im Kurs sprechen wir zunächst über Airlines und verschiedene Sorten und dann werden wir in zwei Gruppen geteilt, in denen eine ein Businesskonzept für eine High-End-Fluggesellschaft entwickeln soll und die andere - unsere - eine Billigfliegerairline. Es macht viel Spaß und ist auch nicht so schwierig wie ich befürchtet hatte.

Nach dem Kurs gehe ich mit Sara natürlich als erstes wieder an den Strand - was sonst?!?!

 



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Leider wird das Wetter immer schlechter und wir beschließen den Strand zu verlassen. In den Lower Gardens erwischt uns dann der richtig fette Regenschauer, aber ich hab clevererweise ja meinen Schirm eingepackt, also sind wir auf der sicheren Seite

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Sara und ich verabschieden uns mit der Absicht, am nächsten Tag unsere Strandtücher mitzunehmen und die drei Stunden, die wir zwischen dem Morgen und dem Nachmittagskurs frei haben am Strandz u verbringen.
Nachdem ich die Haltestelle für meinen Bus(3) identifiziert habe - bin natürlich erstmal auf der falschen Straßenseite geguckt - geht es heimwärts. Auf dem Weg sehe ich das große Einkaufszentrum in Castlepoint von dem Marisa mir erzählt hat und steige aus.

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Nach einigen Umwegen, da das Zentrum nicht sehr fussgängerfreundlich gebaut ist, erreiche ich den Asda Supermarkt und erstehe dort ein Deo und Muffins für den Strandlunch am nächsten Tag. Dann weiter nach Hause, wo leckeres Dinner mit Andrew, Marisa und Francesca auf mich wartete, Marisa hatte Pasta gekocht, yammi, da merkt man ihre italienischen Wurzeln *gg* Tam ließ diese Mahlzeit aus, vielleicht weil er ahnte, dass die Köchin Paprika ganz klein geschnitten hatte und unter die Pasta gemischt hat. Zum Nachtisch Joghurt und dann ab ins Bett mit ein wenig magengrimmen, denn der nächste Kurse ist Business Skills, die ich in dem Sinne ja nicht wirklich besitze.

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ich habe übrigens mit Marisa und Andrew gesprochen wegen Tam und sie sagen ich soll mir keine Sorgen machenwegen der Klosache, das ist schon häufiger vorgekommen und das macht ihm nix. Er hat wohl 4 Schwestern und ist daher einiges gewöhnt und sie meinten das liegt halt auch daran, dass er sich hier wie zuhause fühlt, was ja eine gute Sache ist

Ah habe gerade Tam getroffen, er ist voll entspannt, das ganze also wirklich kein Problem
18.6.10 18:32


Montag 14. Juni

Mir ist grad mal aufgefallen, dass ich in den beiden Erzählparts ganz unschön die Erzählzeit gewechselt habe - pfuipfui, böse Kathi und das will Literaturstudentin sein.

Naja, ich werd ab jetzt mal versuchen beim Präsens zu bleiben, sorry dafür!

 Mist, bin grad voll ins Klo gelatscht als Tam auf dem Industrieporzellan hockte, Mann die Tür hat einen RIEGEL Junge! Ich glaube ab jetzt redet er überhaupt nicht mehr mit mir *weia*

 Na was solls, weiter im Text...

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Also Montag Morgen, das Handy ist auf dreiviertel Sieben gestellt aber ich liege schon seit mindestens ner halben Stunde wach und bin aufgeregt wegen meines ersten "Schultages". Andrew steht schon im Morgenmantel in der Küche und  macht mir einen Kaffee und Erdnussbuttertoasts. Tam soll mir den Weg zur MLS-Schule zeigen, was ungefähr so abläuft, dass wir nebeneinander zum Bus laufen und dann auch in friedlichem Schweigen im Bus 40 Minuten nebeneinander sitzen. In der MLS melde ich mich zunächst in der Rezeption und warte dann zusammen mit den anderen neuen Studenten darauf zum placement test gebracht zu werden. Insgesamt sind wir um die zehn neuen Studenten aus allen möglichen Ländern, aber soweit sind alle noch zu nervös um Kontakt zu knüpfen. Im Seminarraum erklärt uns Tony, der für die Zuweisung in unterschiedliche Lernniveaus zuständig ist, dass wir einen Multiple Choice Test und einen Essaypart zu absolvieren haben. Der Test entpuppt sich als sehr einfach für mein Sprachniveau und ich bin schneller als erwartet wieder draußen und machte mich mit ein paar netten türkischen Mitschülern bekannt (Namen hab ich mir wie immer nicht gemerktemotion. ) Wir holen noch einen etwas maulfaulen Tschechen (Walter, den Namen hab ich mir gemerkt *gg) mit dazu und beschließen in der Zeit bevor unsere Führung durch das Stadtzentrum und zu den einzelnen Standorten der Sprachschule losging noch ein wenig die Umgebung zu erkunden, zumal der eine Türke sich bereits etwas auskannte. Also nix wie runter zum Strand und erstmal eine Weile das Meer bestaunt und den Sonnschein genossen, während man ein bisschen Kulturaustausch in gebrochenem Englisch betreibt. Gegen elf gehen wir wieder zurück zum Main Building der MLS:

 

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Als nächstes bekommen wir einen Rundgang zu den unterschiedlichen Gebäuden und Standorten der MLS, so dass mir als komplett orientierungsloser Mensche ziemlich der Kopf schwirrt.

Außerdem stelle ich fest, dass ich zwar die einzige Deutsche in der Gruppe bin, jedoch nicht die einzige die deutsch spricht. Eine der jungen Frauen die ich zuvor fließend italienisch habe sprechen hören, kommt zu mir und fragt in perfektem Deutsch ob ich zufällig auch den Businesskurs mache und wie lange ich denn bleiben würde. Zunächst etwas irritiert erfahre ich dann dass sie, Sara, aus Südtirol komme, so dass sowohl deutsch als auch italienisch ihre Muttersprachen seien. Wie wir feststellen, sind wir beide im Business Communications Course und beide nur 2 Wochen hier, was für uns beide doch etwas erleichternd ist. Als nächstes haben wir unsere Lunchbreak, und allen knurrt inzwischen ziemlich der Magen. Da solche Situationen, in denen tatsächlich niemand niemanden kennt eigentlich sehr gut geeignet sind um neue Bekanntschaften zu machen bilden wir schnell eine geschlossene Gruppe, die im Prinzip aus der Gesamtzahl der neuen Studenten besteht und gehen auf die Jagd nach einer gute Mittagsmöglichkeit. Einer der MLS-Studenten, die schon etwas länger hier sind empfiehlt uns einen Pub in dem das Essen gut und preiswert sein soll und wir schieben dort ein paar Tische zusammen um Platz für alle zu schaffen und geben unsere Bestellungen auf. Zunächst verläuft die Unterhaltung etwas einseitig, da die 3 Türken sich in ihrer Landessprache und Sara und Georgia sich auf italienisch unterhalten. Nach einiger Zeit kommen dann aber doch auch Gespräche auf Englisch zustande und man erfährt woher die anderen kommen und wie lange sie bleiben (was zwischen 2 woche und bis zu 6 Monaten ist)

Als nächstes laufen wir zurück zur MLS und warten auf dem Gehweg auf die Ausgabe unserer Stundenpläne. Sara und ich stellten erfreut fest, dass wir dieselben Kurse besuchen würden und sausten los um gleich unseren ersten Kurs (Business English) zu besuchen, zu dem wir, dank der späten Ausgabe der Stundenpläne schon etwas spät dran waren. Glücklicherweise war das Businessgebäude nicht weit vom Hauptgebäude entfernt.

 

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Ich mach mich mal bettfertig, die viele Sonne und die aufregenden Kurse sorgen dafür, dass ich abends immer ins Bett falle und dann schlafe wie ein Stein

17.6.10 23:00


Des Sonntags (13.) zweiter Teil

So, wo war ich? Ach ja meine Ankunft im Hause Simpson. Nachdem ich also geklingelt hatte wurde ich sofort dreierlei herzlich begrüßt. Der erste war Mack, der Jack Russel Terrier, ein supersüßer und verspielter Hund, der so ziemlich auf gar nichts hört was man ihm sagt, der aber so niedlich ist, dass man ihm das gar nicht übel nehmen kann. Als zweites bekam ich zwei dicke Knutscher vor Marisa, meiner Gastmom und gleich zwei genausodicke Knutscher von Andrew, meinem Gastdad, hinterher. Wer auch immer behauptet, die Briten wären nicht herzlich war noch nie im Hause Simpson in Hatfield Gardens!

Während Marisa mich mit Fragen nach meiner Person, meiner Reise und meinem Befinden bombardierte, schnappte sich Andrew gleich meinen Koffer uns sauste davon um mir mein Zimmer zu zeigen. Ich folgte ihm und wurde auf dem Weg zuerst noch Francesca, der hübschen 17-jährigen Tochter des Hauses, und Tam, dem thailändischen Austauschstudenten vorgestellt.

 

Mir ist gerade mal aufgefallen, dass ich überhaupt keine Bilder von meiner Leihfamilie bisher gemacht habe, das muss ich demnächst unbedingt noch machen. Wovon ich allerdings gleich Bilder gemacht habe war mein Zimmer, denn hier hatte
Marisa offensichtlich ihrem Hang zu rosa Kitsch freien Lauf gelassen. Das gesamte Zimmer ist in rosa-pink gehalten, komplett mit den kitschigsten Steh-rümchen, die man sich vorstellen
kann. Wie ihr wisst, bin ich rosa ja nicht unbedingt abgeneigt, aber das war echt zu viel, ich kam mir vor als wäre ich in einem kitschigen Disney Märchenfilm gelandet.

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Aber viel Zeit zum Pink-Schock verarbeiten gabs dann auch nicht. Andrew zeigte mir zunächst wo ich was finde (Bad, Hausschlüssel, Schränke und Schubladen) und ich machte mich dran meinen Kram
auszupacken. Nachdem ich meine letzten Socken in der Kommode verstaut hatte, machte ich mich auf in den Garten um meine Gastgeber ein bisschen besser kennenzulernen. Marisa brachte mir gleich ein Käffchen- was ein Sevice und ich stellte mich Nanny vor, Andrews Mom, die diesen Sonntag zu Besuch war. In der Sonne Kaffee schlürfend unterhielt ich mich mit Nanny und Marisa bis Andrew zum Dinner rief. Und wer behauptet, die Briten können nicht kochen, war ebenfalls noch nie im Hause Simpson in Hatfield Gardens. Superleckerer Schweinebraten mit Backkartoffeln, gedünstetem Kohl und Erbsen-Mörchen-Gemüse. Zum Nachtisch Schokoladeneis mit ein bisschen Likör, Erdbeeren und frischer Minze aus dem Garten. Von der Kochkunst kann so
mancher deutsche Haushalt noch einiges lernen - Delicous!

Marisa und Andrews sind ganz entzückend, beide Frisöre, die inzwischen aber nur noch mit Privatkunden arbeiten, zu denen
sie abwechselnd fahren, bzw. die in Ausnahmefällen auch zu ihnen nach Hause kommen. Die beiden sind schrecklich lieb und gesellig und Marisa ist eigentlich immer in Sorge, ob denn
alle zufrieden und vor allem satt sind und ob noch jemand mehr will (O-Ton: Did you have enough? Are you sure???- Das hat sie bis jetzt bei jedem Dinner zu mir gesagt, SO SÜß!!!!) Die Familie war
zunächst ein bisschen irritiert wie gut ich Englisch spreche und fragten warum ich denn überhaupt einen Sprachkurs mache, woraufhin ich dann erklärte ich mache ja einen Business Kurs.


Sehr putzig ist übrigens auch Tam, der Thailänder. er studiert hier Marketing für 7 oder 8 Monate und hat eine recht eigenwillige Persönlichkeit. Er redet nicht sehr gern oder viel, aber was er sagt ich eigentlich bisher immer sehr freundlich gewesen. Tam isst ÜBERHAUPT kein Gemüse, nix, auch kein Obst. Wo wir wie oben beschrieben lecker gespeist haben hat er anderthalb Teller
nur Schweinebraten gegessen. Marisa sagt, das kommt daher dass er zuhause 4 Schwestern hat und er der einzige Junge ist. Er ist also das kleine Prinzchen und wenn das Prinzchen kein
Gemüse oder Obst essen mag dann muss er das auch nicht. Trinken tut er auch nur stilles Wasser oder Pepsi, aber die normale, nicht Diätcola. Mal abgesehen davon, dass das überhaupt nicht gesund ist würde ich bei so einer Ernährung ja eingehen! Kein leckeres  Obst, kein Gemüse, das doch traurig, neeneeee!!!

Naja, jedenfalls fragte ich beim Dinner ob die family am Tag davor das Englandspiel gesehen habe und erfuhr dass sie alle kein Fussball mögen. Ich frage mich langsam ob in dieser Familie überhaupt irgendwas den Klischees entspricht, die man von den Briten so hat. Ich erfuhr aber unter anderem, das Tam gerne Fussball guckt und auch einen Tv-Anschluss für
seinen Laptop hat, also beschloss ich zu versuchen mich für das Spiel bei ihm einzuquartieren. Zunächst war aber noch eine Stunde rumzukriegen bis Anpfiff, also versuchte ich meinen Läppi zu Laufen zu bringen. Das Wlan zum laufen zu kriegen war kein Problem, aber mit der Stromversorgung haperte es. Ich habe mir so einen schönen Umstecker bei Saturn gekauft, der auf alle möglichen internationalen Stromanschlüsse umstellen kann. Für meinen Fön und mein Handyladegerät funktioniert das teil auch super, aber mein Läppi-Ladekabel hat einen relativ dicken Stecker und diese Seitenstifte in dem Adapter reichen recht weit in den
Adapter hinein, so dass sich der Stecker nicht einstecken ließ. Aber selbst ist die Frau! Schweizer Taschenmesser raus und die blöden Pinnökel weggesäbelt. Das ist gar nicht so einfach wenn man als Werkzeug nur eine kleine Feile und ein winziges Messer zur verfügung  hat. Aber nach und nach gaben die blöden Stifte meiner hartnäckigen Bearbeitung nach.

Um halb acht unterbrach ich mein Handwerk und klopfte bei Tam, der mich sofort einließ, auf meine Frage ob der auch das Spiel schauen würde seinen Film unterbrach und es anstellte und den Läppi sichtfreundlich aufstellte. ich glaube der arme Junge war von meiner Frechheit einfach in sein Zimmer zu platzen ein wenig eingeschüchtert, auf jeden Fall überließ er mir
das Bett und ließ sich auch nach mehrfachem Anbieten nicht dazu überreden, sich zu mir zu gesellen. Stattdessen hockte er auf dem harten Fussboden, weshalb ich jetzt immer noch ein
bisschen schlechtes Gewissen habe.

Fazit Tam: nicht sehr wortgewaltig, aber durchaus ein Gentleman!
Naja, dass das Spiel prima lief muss ich euch wohl nicht sagen, beim 3:0 jubelte ich so laut, dass Andrew den Kopf ins Zimmer stecke um zu sehen was los sei und sogar Tam ließ sich
in seiner Begeisterung zu einigen lobenden Ein-Wort-Äußerungen über die deutsche Mannschaft hinreißen (er ist ein großer Fan von Mesut Özil) Nach dem überwältigenden Sieg bedankte ich
mich artig bei Tam für seine Gastfreundschaft und machte noch schnell dem Rest der Adapterpinnökel den Garaus und begab mich ins Bett, schließlich hatte ich am nächsten Tag gleich am Morgen meinen Einstufungstest für meine Kurse.

 

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PS: Ich hab vergessen, wie man in html etwas in einem neuen Fenster aufmachen lässt und bin grad zu faul nachzuschauen wies geht. Die Bilder also immer von Hand im neuen Tab aufmachen, sonst ist die Blogseite weg emotion

17.6.10 22:38


Too slow

also irgendwie komme ich doch nicht wirklich hinterher mit dem Schreiben. Damit ihr aber nicht ganz leer ausgeht, habe ich mal die Fotos die ich bisher gemacht habe in Netz gestellt, so könnt ihr zumindest schon mal gucken, wie ich denn so gelandet bin.

 http://picasaweb.google.com/moczko/England#

Ansonsten noch ein paar Eck-News: Ich bin schon etwas braun und an einigen Stellen ziemlich rot, aber ich kann dem Strand einfach nicht fern bleiben. Die Engländer sind geradezu unheimlich nett und sind sich dessen nicht mal bewusst, ich glaube ich muss ganz schnell hier herziehen. Mein Businesskurs ist fordernd aber meine Lehrer sind toll und ich habe superviel Spaß. Und last but not least: Wir planen Sonntag abend bis Montag Morgen die Mittsommernacht in Stonehenge zu verbringen, bin schon mächtig gespannt.

16.6.10 23:02


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